Wie kommt ein Vertrag im Internet zustande?

Das Zustandekommen von Verträgen im Internet richtet sich nach dem allgemeinen Vertragsrecht. Ein Vertrag wird geschlossen, wenn eine Person ein Angebot abgibt und dieses von der Gegenseite angenommen wird. Dies bedarf keiner bestimmten Form, auch ist keine Unterschrift erforderlich.

Bei Onlineshops geht das Angebot vom Kund/innen aus. Bei den "Angeboten" des Shops handelt es sich lediglich um Einladungen zur Abgabe eines Angebots an die potenziellen Kund/innen (ähnlich einem Schaufenster beim Ladengeschäft). Ob der Shop das Angebot annimmt oder nicht bleibt diesem überlassen, eine Verpflichtung zum Vertragsschluss besteht nicht. Auch ist eine bloße "Bestellbestätigung" (Empfangsbestätigung) grundsätzlich nicht als Annahme des Kund/innenangebots zu werten, wobei hier der konkrete Wortlaut zu beachten ist. In der Praxis erfolgt die Annahme also durch Versand der Ware oder durch eine gesonderte Annahmeerklärung per E-Mail.

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