Ab welchem Alter besteht Geschäftsfähigkeit?

Kinder unter 7 Jahren nicht geschäftsfähig. Sie können nur Geschäfte abschließen, die von Kindern dieses Alters üblicherweise abgeschlossen werden und geringfügige Angelegenheit des täglichen Lebens betreffen (Kauf einer Kaugummipackung et cetera).

Unmündige Minderjährige zwischen 7 und 14 Jahren sind nur beschränkt geschäftsfähig. Sie können nur Geschäfte wirksam schließen, die sie ausschließlich berechtigen (zum Beispiel Schenkung). Ist mit dem Geschäftsabschluss eine Verpflichtung (in beliebiger Form) verbunden, so ist das Geschäft schwebend unwirksam: Es wird nur dann gültig, wenn die gesetzlichen Vertreter/innen nachträglich zustimmen.

Mündige Minderjährige zwischen 14 und 18 Jahren können sich zusätzlich zu Dienstleistungen verpflichten (zum Beispiel Arbeitsverträge). Darüber hinaus können sie über ihr Einkommen und über Sachen, die ihnen zur freien Verfügung überlassen wurden, frei verfügen, und sich auch verpflichten - vorausgesetzt die  Befriedigung der eigenen Lebensbedürfnisse wird dadurch nicht gefährdet. Dabei ist stets der Einzelfall ausschlaggebend: Der Abschluss eines Handyvertrages mit 30 Euro Grundgebühr und einer Laufzeit von 2 Jahren wird bei einem Taschengeld von 30 Euro jedenfalls unwirksam sein.

Bei Geschäften mit Minderjährigen gibt es keinen Vertrauensschutz. Das heißt, dass die Vertragspartner/innen nicht darauf vertrauen durften, einen Vertrag mit volljährigen Personen abgeschlossen zu haben, auch wenn für sie die fehlende Geschäftsfähigkeit nicht erkennbar war.

Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, sind voll geschäftsfähig.

Zurück zu "Allgemeine Rechtsinformationen"

Watchlist Internet - Online-Betrug, - Fallen & -Fakes im Blick