Musik- und Video-Tauschbörsen: Wie ist die Rechtslage?

Das Problem von Tauschbörsen ("Peer-to-peer-Netzwerken") ist, dass es bei ihrer Verwendung oft zu Urheberrechtsverletzungen kommt. Bei Tauschbörsen und Websites werden vor allem zwei Rechte der Urheber berührt: Einerseits wird das Werk anderen öffentlich zugänglich gemacht, andererseits durch die Abspeicherung von Kopien vervielfältigt.

Upload verboten

Das Anbieten von Musikstücken oder Videos in Tauschbörsen oder auf Websites wie z.B. YouTube ohne Zustimmung der Urheber/innen ist nicht erlaubt.

Es ist zu beachten, dass Tauschbörsen-Programme meistens so eingestellt sind, dass Ordner, in denen die heruntergeladenen Dateien gespeichert werden, gleichzeitig auch zum Upload freigegeben sind. Die Programme können in den meisten Fällen zwar so eingestellt werden, dass Uploads verhindert werden, dies hat jedoch zur Folge, dass es zu einer Benachteiligung bei den Downloads kommt.

Download

Der reine Download von illegal bereitgestellter Musik oder Filmen aus dem Internet (also ohne das Musikstück selbst wieder anzubieten) ist ebenfalls unzulässig. Zulässig ist das Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Werken jedoch dann, wenn die Quelle rechtmäßig ist.

Streaming

Ob das Streamen von Filmen oder Musik eine legale Quelle erfordert, ist nach unserer Einschätzung eher zu bejahen, allerdings nicht restlos geklärt.

Weitere Informationen: 

Fotos im Internet (Teil 1) - Antworten auf häufig gestellte Fragen I PDF (493 KB)

Fotos im Internet (Teil 2) - Infos und Tipps zu Abmahnungen I PDF (198 KB)

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