Was ist ein Auftragsverarbeiter?

Einen speziellen Fall der Datenübermittlung stellt die Übermittlung bzw. die Offenlegung von personenbezogenen Daten an einen sogenannten Auftragsverarbeiter dar.

Ein Auftragsverarbeiter ist eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet. Der Auftragsverarbeiter wird sozusagen als „verlängerter Arm“ des Verantwortlichen tätig. Er darf die personenbezogenen Daten nur im Rahmen des Auftrags des Verantwortlichen verarbeiten. Zwischen dem Verantwortlichen und dem Auftragsverarbeiter muss eine Vereinbarung bestehen, wonach der Auftragsverarbeiter personenbezogenen Daten nur auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen verarbeitet und in welcher noch einige andere Pflichten des Auftragsverarbeiters festgelegt sind.

Ein Auftragsverarbeiter, der die ihm überlassenen personenbezogenen Daten pflichtwidrig entgegen den Weisungen des Verantwortlichen Daten für eigene Zwecke verarbeitet, gilt in Bezug auf diese Verarbeitung dann selbst als Verantwortlicher.

Die Weitergabe von personenbezogenen Daten an einen Auftragsverarbeiter ist grundsätzlich zulässig, ohne dass eine gesonderte Einwilligung eingeholt werden muss. Der Betroffene ist allerdings über den Einsatz von Auftragsverarbeitern zu informieren.

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