Was bedeutet mein Recht auf Auskunft?

Jede betroffene Person kann vom Verantwortlichen Auskunft darüber verlangen, ob betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden. Wenn der Verantwortliche keine personenbezogenen Daten des Betroffenen verarbeitet, muss eine „Negativauskunft“ erteilt werden, d.h. eine Bestätigung, dass keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden. Wenn der Verantwortliche allerdings personenbezogene Daten des Betroffenen verarbeitet, muss er Auskunft über diese personenbezogenen Daten sowie die folgenden Punkte erteilen:

  1. die Verarbeitungszwecke;
  2. Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden;
  3. die Empfänger oder Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die personenbezogenen Daten offengelegt worden sind oder noch offengelegt werden;
  4. falls möglich die geplante Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werden, oder, falls dies nicht möglich ist, die Kriterien für die Festlegung dieser Dauer;
  5. das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung oder Löschung der sie betreffenden personenbezogenen Daten oder auf Einschränkung der Verarbeitung durch den Verantwortlichen oder eines Widerspruchsrechts gegen diese Verarbeitung;
  6. das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde;
  7. wenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben werden, alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Daten;
  8. das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling (d.h. jede Art der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten, die darin besteht, dass diese personenbezogenen Daten verwendet werden, um bestimmte persönliche Aspekte, die sich auf eine natürliche Person beziehen, zu bewerten, insbesondere um Aspekte bezüglich Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben, Interessen, Zuverlässigkeit, Verhalten, Aufenthaltsort oder Ortswechsel dieser natürlichen Person zu analysieren oder vorherzusagen) und — zumindest in diesen Fällen — aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für die betroffene Person.

Im Gegensatz zu den Informationen, die dem Betroffenen bei der Erhebung seiner Daten zur Verfügung gestellt werden, erhält der Betroffene im Rahmen seines Auskunftsersuchens materielle Einblick in die verarbeiteten Daten beim Verantwortlichen (und seinem Auftragsverarbeiter).

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Sollten Sie dazu weiterführende Fragen haben, wenden Sie sich an den Internet Ombudsmann. Die Beratung ist kostenlos:

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