Was bedeutet mein Recht auf "Vergessenwerden"?

Das Recht auf „Vergessenwerden“ ist mit dem Recht auf Löschung nicht ganz identisch. Das Recht auf „Vergessenwerden“ beruht im Grundsatz auf einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2014 (EuGH C-131/12 Google Spain). Demnach kann eine betroffene Person von einem Suchmaschinenbetreiber unter bestimmten Umständen verlangen, dass bei Eingabe ihres Namens bestimmte Suchergebnisse/Links nicht mehr angezeigt werden. Wenn die betroffene Person die Löschung bestimmter Suchergebnisse verlangt, muss der Suchmaschinenbetreiber dieses Recht auf „Vergessenwerden“ mit dem Informationsinteresse der Allgemeinheit und seinen eigenen wirtschaftlichen Interessen abwägen und in Einklang bringen. Ob dem Betroffenen das Recht auf „Vergessenwerden“ tatsächlich zu kommt, muss immer im Einzelfall abgewogen werden.

Um dem Recht auf „Vergessenwerden“ mehr Geltung zu verschaffen, sieht die DS-GVO weiterführende Informationspflichten für den Verantwortlichen vor. So hat ein Verantwortlicher, der personenbezogenen Daten öffentlich gemacht und zu deren Löschung verpflichtet ist (zB der Betreiber einer Suchmaschine), unter Berücksichtigung der verfügbaren Technologie und der Implementierungskosten angemessene Maßnahmen zu treffen, um Dritte, die die gegenständlichen personenbezogenen Daten verarbeiten (zB den Betreiber der Website, auf der die personenbezogenen Daten veröffentlicht wurden), darüber zu informieren, dass eine betroffene Person von ihnen die Löschung aller Links zu diesen personenbezogenen Daten oder von Kopien oder Replikationen dieser personenbezogenen Daten verlangt hat.

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