20. Januar 2010

Autokauf und Treuhandservice

In letzter Zeit erreichen den Internet Ombudsmann verstärkt Beschwerden von KonsumentInnen, die gebrauchte Autos und andere KFZ im Internet kaufen wollen.

Bei den typischen Beschwerdefällen  finden die KonsumentInnen einen Gebrauchtwagen im Internet, z.B. in einer Kleinanzeige, und treten mit dem meist privaten Verkäufer in Kontakt. Dieser schlägt dann einen Treuhandservice für die Abwicklung der Bezahlung vor. Daraufhin überweisen die Betroffenen das Geld im Voraus an das Treuhandservice, das nach Zahlung, wie auch der Anbieter, nicht mehr erreichbar ist. Die KäuferIn erhalten die versprochenen KFZ folglich auch nicht.

Viele KonsumentInnen melden darüber hinaus auch immer wieder, dass zusätzliche Forderungen und Kosten im Zusammenhand mit der Spedition und Lieferung auf sie zukommen. Erst nach Zahlung dieser würde die Ware gesendet werden, behaupten die Anbieter. Nachdem das Geld im Voraus überwiesen wurde, war es den KonsumentInnen nicht mehr möglich, mit Ihren Vertragspartnern, der Spedition oder dem Treuhanddienst in Kontakt zu treten.

Diese Anbieter sind in weiterer Folge auch nicht bereit, an der außergerichtlichen Streitschlichtung des Internet Ombudsmanns teilzunehmen. Meist bleibt den KonsumentInnen nur mehr die Möglichkeit, den Kaufpreis gerichtlich zurückzufordern. Dies ist in vielen Fällen aber nicht mehr möglich.

Grundsätzlich empfehlen wir, als Käufer einen Treuhandservice selber auszusuchen, um sicherzugehen, dass es diesen wirklich gibt, und dieser auch vertrauenswürdig ist. Sollten Sie Fragen zur Vertrauenswürdigkeit eines bestimmten Treuhandservices haben, geben Sie einfach eine ANFRAGE auf. Darüber hinaus ist beim grenzüberschreitenden Kauf von Waren ab einer gewissen Kaufpreishöhe eine Bezahlung bei Übergabe zu empfehlen. 
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